Das richtige Werkzeug für die Website-Pflege finden

Open-Source-Redaktionssysteme für Websites kurz CMS gibt es viele. Wir haben die beliebtesten quelloffenen CMS miteinander verglichen und bewertet für welche Anforderungen welches System am besten geeignet ist.

Quelloffene CMS-Software im Vergleich

Effiziente Websitepflege mit Content-Management-Systemen

Inhalte aktualisieren, News veröffentlichen und Bilder auf der Internetseite austauschen. Das hört sich im ersten Moment nach viel Arbeit an. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Denn mit den meisten Content Management Systemen (CMS) beziehungsweise Redaktionssystemen lassen sich Webinhalte wie Bilder und Texte sehr schnell und einfach ändern.

Allerdings gibt es mittlerweile quelloffene CMS-Systeme wie Sand am Meer. Zwischen 250 und 300 existieren auf dem Markt. Mal abgesehen von den ganzen proprietären Lösungen. Von umfangreichen Enterprise- bis hin zu Community- und Kollaborationslösungen sowie einfachen Baukästen-Lösungen ist alles dabei.

Die richtige Auswahl für ein CMS-System zu treffen ist oft sehr schwer. Denn nach welchen Kriterien kann man die unterschiedlichen Systeme untereinander vergleichen? Schließlich scheint doch jedes System die gleichen Aufgaben zu haben und diese ähnlich gut umzusetzen. Somit ist die Entscheidung für „das“ richtige CMS, egal ob sie bei der Geschäftsführung liegt oder bei der Marketingabteilung, keine leichte.

Eine Übersicht über die verbreitetsten Open-Source-CMS im gesamten Internet sehen Sie in folgender Grafik.

Quelle: Eingesetzte Open-Source-CMS im gesamten Internet 2019 (Link)

Was bedeutet CMS?

CMS steht für Content Management System. Also Inhaltsverwaltungssystem auf Deutsch oder auch Redaktionssystem.

Allerdings verstehen wir unter CMS in der Regel eine Software zur Erstellung und Verwaltung von Webseiten. Der Name Redaktionssystem hingegen ist in der Technischen Redaktion üblicher und beschreibt eine andere Art von Content-Management-Systemen.

Wenn wir also von Systemen wie WordPress, Joomla! oder TYPO3 sprechen, dann ist CMS der richtige Begriff.

Was sind CMS-Systeme?

CMS-Systeme, um genau zu sein CM-Systeme („Content-Management“-Systeme), sind spezielle Webprogramme zur Erstellung und Verwaltung von Webseiten. Sinn dieser Programme ist es, Design und Inhalt voneinander zu trennen und die Arbeit mit Webseiten-Inhalten zu vereinfachen.

Früher konnten nur Programmierer und Technikaffine Webseiten erstellen und pflegen. Mithilfe von Content-Management-Systemen wie WordPress oder TYPO3 können jetzt auch die Marketing-Expertin oder der Werkstudent Inhalte in die eigene Website einfügen und bearbeiten.

CMS-Systeme haben in der Regel eine Seitenverwaltung, eine Medienverwaltung und eine Benutzer- und Rechteverwaltung. Einige CMS bieten vorgefertige Designs an, die sich über eine einfache Benutzeroberfläche anpassen lassen. Diese Designs nennen sich Templates, auf Deutsch „Desgin-Vorlagen“. WordPress zum Beispiel bietet viele Design-Templates.

CMS-Systeme lassen sich in der Regel über Plugins, oder auch Erweiterungen oder Add-Ons genannt, beliebig erweitern. Open-Source-CMS-Systeme sind besonders beliebt, da sie sich kostenlos einsetzen lassen und Nutzer direkten Zugriff auf den Code haben. WordPress führt bei einfachen Seiten, da auch Laien das System aufsetzen und bis zu einem gewissen Grad einrichten können. TYPO3 ist besonders in Deutschland und besonders bei öffentlichen Institutionen beliebt.

Open Source CMS vs proprietäre Software

Quelloffen oder proprietär? Was ist die bessere Alternative?

In diesem CMS-Vergleich beziehen wir uns nur auf die quelloffenen (open-source) CMS. Doch wie bereits erwähnt, existieren zusätzlich zu den Open-Source-CMS wie TYPO3 oder WordPress auch proprietäre (closed-source) Systeme.

Hinter proprietären CMS stehen Unternehmen, wie z. B. Adobe, e-spirit, Oracle oder Microsoft. Proprietäre Systeme eignen sich nicht für private oder kleinere Unternehmen, da sie in der Regel recht teuer sind und viele Enterprise-Funktionen beinhalten.

Der Vorteil von proprietären Systemen ist, dass hinter Ihnen eine konkrete Firma steht, die bei Problemen Support bietet. Der Nachteil ist, dass hinter proprietären Systemen eine konkrete Firma steht … das heißt, wenn die Firma das System nicht weiterbetreiben möchte, müssen sich Unternehmen nach einer neuen Content-Management-Software umschauen. Denn irgendwann wird das System veraltet sein.

Der Vorteil von quelloffenen Systemen ist, dass eine große Entwicklergemeinde weltweit das System weiterentwickelt. Wer ein Open-Source-CMS langfristig einsetzen möchte, sollte allerdings eines der großen wählen, z. B. TYPO3, WordPress oder Drupal. Denn nur hinter den großen Content-Management-Systemen steht auch eine große Entwickler- und Support-Community. Der Nachteil bei Open-Source-Systemen ist, dass hinter diesen keine konkrete Firma steht. Es können zwar Bug-Reports an die Entwicklergemeinde gestellt werden, aber Unternehmen haben keinen Anspruch auf die Lösung ihres Problems.

Kommerziell kann übrigens ein Open-Source-CMS wie auch ein proprietäres System sein. Allerdings ist es die Regel, dass Open-Source-Systeme auch lizenzfrei sind. Das heißt, das System an sich kann sich jeder kostenfrei herunterladen. Die Bezeichnung „Open-Source“ aber sagt nur aus, ob sich auf den Quellcode des CMS zugreifen lässt – oder nicht. Und hier liegt auch der Ursprung für die folgenden Vorteile der zwei CMS-Arten.

Vorteile proprietäres CMS:

  • Herstellerfirma übernimmt Garantie für die Funktionstüchtigkeit des CMS. Dadurch haben Unternehmen einen direkten Ansprechpartner bei Problemen.
  • Hersteller achtet auf die Kompatibilität von Erweiterungen und Plugins für das System.

Vorteile Open-Source-CMS:

  • Hinter den großen Open-Source-CMS wie TYPO3 oder WordPress stehen große Entwicklergemeinden. Diese entwickeln das System stetig weiter. Für die vielfältigsten Anforderungen entstehen konstant Erweiterungen und Plugins, die sich die Nutzer der Systeme je nach ihrem Bedarf oftmals kostenfrei installieren können.
  • Open-Source-Systeme sind unabhängig von einer Firma, Agentur etc. Dadurch wird das System weiterentwickelt, auch wenn die Ursprungsentwickler nicht mehr am CMS beteiligt sind.
  • Open-Source-CMS lassen sich von beliebigen Personen weiterentwickeln und konfigurieren, sei es von der eigenen IT-Abteilung oder von einer externen Agentur. Es existieren keine Beschränkungen.
  • Keine Lizenzgebühren, Kosten entstehen nur, wenn Unternehmen eine Webagentur zur Einrichtung und Konfiguration des CMS hinzuziehen.

Systematische CMS Auswahl

Im Mittelpunkt stehen die Ziele, nicht die Funktionen

Aus unserer Sicht sollten die Ziele und Einsatzbereiche des Online Projektes im Mittelpunkt stehen anstatt die reinen Funktionen der CMS-Systeme zu vergleichen.

Im Folgenden stellen wir die unterschiedlichen Ausprägungen der CMS-Systeme kurz vor:

  • Web Content Management – Diese Systeme dienen vorrangig der Erstellung und Verwaltung von Inhalten, oftmals mit mehreren Benutzern im Backend und komplexen Freigabemethoden. Die Einbindung verschiedener Medien zur Aufwertung der textlichen Inhalte macht die Seite für den Leser interessanter und attraktiver. Ebenso gehören Mehrsprachigkeit, Newsverwaltung und eine Volltextsuche zu den Standardanforderungen eines guten Webauftritts.
  • Social Publishing / Communities – Hier liegt der Fokus klar auf der Entwicklung und bereitstellung von Online Communities, bei welchen der Funktionsumfang über das übliche Maß (Bereitstellen von Inhalten für passive Nutzer) deutlich hinaus geht. Die Mitglieder einer Community können selbst aktiv und gemeinsam Inhalte erstellen und über diese in Foren Erfahrungsaustausch betreiben. Das modulare CMS-System kann beliebig durch weitere Web 2.0-Funktionen erweitert werden.
  • Blog Publishing / News – Systeme, für die Blogging das Kerngebiet darstellen, sollten Artikel, Kategorien, logische Verknüpfungen der Inhalte und Web 2.0-Funktionen bieten. Die obligatorischen Interaktionsmöglichkeiten der Leser über eine Kommentarfunktion gehört hier ebenso zur Basisanforderung wie die Strukturierung der Inhalte in Kategorien mit zeitgesteuerter Veröffentlichung. Zusatzfeatures wie backendloses, unkompliziertes Verfassen und Veröffentlichen von Inhalten bieten hier einen zusätzlichen Mehrwert.

Wir bieten Ihnen einen CMS-Vergleich von gängigen Open Source CMS-Lösungen an, mit dem Sie Ihre definierten Anforderungen mit den jeweiligen CMS-Systemen abgleichen können. Gerne beraten wir Sie bereits während der Evaluationsphase individuell oder vergleichen Ihre kommerzielle CMS-Lösung mit den hier genannten Content Management Systemen.

WordPress ist weltweit führend
WordPress CMS

CMS Content Management

Inhalte redaktionell verwalten

Die Inhaltserstellung ist bei den meisten Unternehmen der häufigste Anwendungsbereich bei CMS-Lösungen. Eine intuitive Eingabe und Verwaltung der Inhalte setzen wir daher voraus, ganz gleich ob es sich um nutzergenerierten Inhalt (User Generated Content) handelt oder nicht. Doch welche Inhalte sollen integriert werden? Nur Texte, Bilder und Dokumente oder auch interaktive Flash-Elemente und Videos? Da sich das Internet aufgrund der rasanten Entwicklung und der immer höher werdenden Datenübertragungsraten dem Fernseher bereits Konkurrenz macht, sehen wir multimediale Inhalte in der nahen Zukunft bereits als Standard an. Ein weiterer Punkt ist die Mehrsprachigkeit, denn über das Internet können einfach neue und interessante Märkte und Zielgruppen ohne hohe Kosten erschlossen werden, und das global. Doch ohne Suchmaschinenoptimierung wird Ihre Seite höchst wahrscheinlich von den meisten Interessenten bei der Internetsuche nicht gefunden. Daher ist die durch den Nutzer anpassbare Eingabe von Titel und Seitenbeschreibung, sowie die Verwendung sprechender URLs eine wichtige Grundvorausetzung um im Internet erfolgreich Neukunden zu gewinnen. Im folgenden werden diese CMS-Funktionen untereinander verglichen und bewertet.

Joomla!TYPO3WordPressContaoREDAXONEOS
Weitere Informationen zur InhaltserstellungDetails Joomla!Details Typo3Details wordpressDetails ContaoDetails RedaxoDetails NEOS
WYSIWYG – Editorxxxx(x)x
Integration eigener Scripte(x)xxxxx
Direkte Einbindung anderer Medienformate als Bilder(x)x(x)x(x)x
Blog-System(x)(x)x(x)(x)(x)
Rechtschreibprüfung(x)(x)x(x)(x) 
Vorschaufunktionxxxxxx
Mehrsprachigkeitxx(x)xxx
Manuelle Eingabe von Metadaten wie Schlagwörter und Beschreibungxxxxxx
Funktionen vorhanden(4/8)(6/8)(6/8)(6/8)(4/8)(6/8)
Gesamtbewertung

CMS Benutzerverwaltung und Workflow

Rechte und Rollen anlegen und verwalten

Die Anzahl der Autoren, Redakteure, Moderatoren, zu verwaltender Internetseiten und die Komplexität der gewünschten Workflows bilden hier die Basis für die Entscheidung. Insgesamt gilt hier: je komplexer die gewünschten Anforderungen sind, desto eher würden wir eine TYPO3-Lösung empfehlen. Anbei die wichtigsten Funktionen zum Thema Benutzerverwaltung im Vergleich mit Bewertung und weiterführenden Informationen zu den jeweiligen CMS-Systemen.

Joomla!TYPO3WordPressContaoREDAXONEOS
Weitere Informationen zur BenutzerverwaltungDetails Joomla!Details typo3Details wordpressDetails contaoDetails redaxoDetails zu NEOS
Mandantenfähigkeitxx(x)x(x)x
Möglichkeit zur Definition von Benutzergruppenxxxxxx
Vererbung von Benutzerrechtenxxxxxx
Einschränkung von Benutzerrechtenxxxxxx
Mehrstufige Freigabekontrollen und Workflowsxx(x)xx
Funktionen vorhanden(5/5)(5/5)(3/5)(4/5)(4/5)(5/5)
Gesamtbewertung
Hier zeigt TYPO3 seine Stärken
TYPO3 CMS

Ihre Lieblings CMS-Lösung taucht nicht im CMS Vergleich auf?

Sie sind Experte einer Open Source oder kommerziellen Open Source CMS-Lösung welche hier nicht vertreten ist? Das können wir ändern. Bitte nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf!

CMS Bedienungsfreundlichkeit und Usability

Intuitive und verständliche Oberfläche

Die Benutzeroberfläche ist ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für ein CMS-System, denn wenn die Oberfläche nicht leicht verständlich und übersichtlich aufgebaut ist kann das Erstellen, Bearbeiten und Verwalten von Seiten, Inhalten und Benutzern sehr zeitaufwendig werden. WordPress ist hier aus unserer Sicht mit Abstand das intuitivste CMS, was jedoch zum Teil auch durch den reduzierten Funktionsumfang bedingt ist. Auf der anderen Seite bietet beispielweise TYPO3 die Möglichkeit das Backend auch entsprechend übersichtlich zu konfigurieren und auf die wesentlichen Eingabefelder zu reduzieren. Bei den meisten Projekten stellt das jedoch aus wirtschaftlicher Sicht eine Gradwanderung zwischen dem Aufwand für die Anpassungen und dem Mehrwert für die Redakteure dar.

Joomla!TYPO3WordPressContaoREDAXONEOS
Weitere Informationen zu UsabilityDetails joomla!Details typo3Details wordpressDetails contaoDetails redaxoDetails zu NEOS
Gesamtbewertung

 

Contao und WordPress sind gleichauf
Contao CMS

CMS Softwareinstallation und Wartung

Geführte Installation und einfache Basiskonfiguration

Die Installation ist bei vielen CMS-Lösungen bereits die erste große Hürde. Je umfangreicher und komplexer die CMS-Lösung ist, desto mehr Fachwissen und Erfahrung ist erforderlich um das CMS selbstständig zu installieren oder zu Warten. Bei WordPress und bei Joomla! beispielsweise erfolgt die Installation über einen Wizard und nach wenigen Minuten kann das CMS aktiv eingesetzt werden, allerdings unterscheiden sie sich zum Teil erheblich vom Funktionsumfang im Vergleich mit TYPO3 CMS. Doch TYPO3 setzt auch auf eigene Templatesprachen (TypoScript), dadurch ist die Lernkurve nicht so steil wie bei den anderen CMS-Lösungen. Ein weiteres Thema sind häufig auch die Schnittstellen, wenn Daten auf anderen Portalen veröffentlicht oder lokale Daten in das Content Management System importiert oder synchronisiert werden sollen.

Doch auch der Wartungsaufwand für die Sicherheits- und Versionsupdates könne für klein und mittelständische Unternehmen ausschlaggebend sein. Wenn ein CMS über umfassende Informationen und Ressourcen verfügt, profitiert der Anwender von einer guten Dokumentation und Tutorials in der gewünschten Sprache wie bei TYPO3 oder Contao. Eine aktive Community, wie sie bei WordPress vorhanden ist, bietet nicht nur Antworten bei Fehlermeldungen und Warnungen, sondern entwickelt kontinuierlich die CMS Lösungen weiter und bietet immer neue Funktionen, Erweiterungen und Module. Das gilt auch für die Sicherheitsupdates. TYPO3 zeichnet sich hier jedoch zusätzlich durch LTE Versionen, welche für Long Term Edition steht aus. Denn diese Version gewährleistet einen umfassenden Support von Sicherheitsupdates und Patches über 3 Jahre durch das TYPO3 Core Team. Die aus unserer Sicht wichtigsten Kriterien Dokumentation, Tutorials und Community der Software-Lösungen im Vergleich.

Joomla!TYPO3WordPressContaoREDAXONEOS
Weitere Informationen zu Systeme und InstallationDetails joomla!Details typo3Details wordpressDetails contaoDetails redaxoDetails NEOS
Erweiterung über Extentions/Module möglichxxxx xx
Backend komplett browserbasiertxxxx xx
Reporting Funktionen(x)(x)(x)(x)
XML-Schnittstelle(x)(x)x(x)x
Berücksichtigung aktueller Webstandardsxxxx xx
TemplatesprachePHPTypoScriptPHPPHP PHPFusion und Fluid
Aktive Communityxxxx xx
Regelmäßige Sicherheits- und Versionsupdatesxxxx xx
Funktionen vorhanden(5/7)(5/7)(6/7)(5/7) (5/7)(6/7)
Gesamtbewertung

Fazit CMS Vergleich

Schlussfolgerungen für die Einsatzbereiche

Jedes der hier vorgestellten quelloffenen Content-Management-Systeme hat seine individuellen Stärken und Schwächen. Das Anwendungsgebiet ist bei der Wahl des richtigen CMS ein entscheidender Faktor. Wir haben versucht die wichtigsten Entscheidungskriterien zu definieren und zu bewerten, um aufgrund der individuellen Anforderungen für Ihr Online-Projekt die passenden Lösungen in die engere Auswahl ziehen zu können.

Wer beipielsweise ein eigenes Projekt ohne Agentur und spezifisches Fachwissen ins Leben rufen möchte, sollte wenn möglich auf WordPress oder Joomla! setzen. Bei Projekten wo komplexe Strukturen, Inhalte flexibel abgebildet werden sollen und ein umfangreiches Rollen und Rechtemangement erforderlich ist stehen ganz klar TYPO3 und NEOS im Fokus. An dieser stelle muss jedoch auch fairerweise die Performance der Systeme genannt werden. Denn bei TYPO3 und NEOS erfordert bereits allein die Seitengenerierung doppelt so lange wie beispielsweise bei WordPress, Joomla! oder Contao. Die vergleichsweise schwache Performance wirkt sich auf der einen Seite negativ bei Google im Bereich Suchmaschinenoptimierung aus und auf der anderen Seite sollten das bei der Auswahl vom Hostinganbieter berücksichtigt werden. Denn wer auf gute Hardware  anstatt Massenhoster sowie anständige Caching-Mechanismen setzt, kann den Ressourcenhunger dieser CMS wieder ausgleichen.

Die folgende Tabelle ermöglicht einen übergeordneten Vergleich der CMS-Systeme bei welcher nicht einzelne Funktionen im Mittelpunkt stehen sondern die wesentlichen Kriterien die im Vorfeld von jedem Projekt bereits definiert sein sollten.

Joomla!TYPO3WordPressContaoREDAXONEOS
Installationsaufwand**(*)***********
Konfigurationsaufwand: einfache Seite**********
Konfigurationsaufwand: komplexe Seite*************
Benutzerfreundlichkeit für Redakteure*****************
Benutzerfreundlichkeit für Administratoren****************
Suchmaschinenoptimierung*****************
Strukturelle Flexibilität****************
Rechte, Rollen und Workflows******(*)**(*)******
Community / Web 2.0 Funktionalität******(*)**(***)**
Erweiterung und Integration***************
(Sicherheits-) Updates und Kompatibilität***************
Support und Größe der Community****************

 

xCMS Funktionalität ist vorhanden
(x)CMS Funktionalität durch Erweiterungen möglich
*Basisanforderungen
**Standardanforderungen
***Erweiterte Anforderungen

Voraussetzungen für den Einsatz von Open Source CMS Lösungen

Für die Installation eines Content Management Systems müssen gewisse Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Zunächst ist ein Webserver erforderlich, empfehlenswert ist meist ein ein Apache- oder NGINX-Server. Bezüglich des verwendeten Betriebssystems unterliegen einige CMS-Lösungen der Einschränkung, dass sie nur zusammen mit Linux verwendbar sind; meist sind sie aber betriebssystemunabhängig.

Weiterhin braucht ein CMS natürlich eine Datenbank. In der Regel kommen MySQL- oder PostgreSQL-Datenbanken zum Einsatz. Als Skriptsprache fungiert oft PHP. CMS sind also in der Regel webbasiert. Das heißt, Redakteure und Administratoren des Systems greifen über einen Browser mit Internetzugang auf das Webredaktionssystem zu.

Weiterführende Informationen zu den genannten CMS-Systemen

Copyright und Warenzeichen

Der CMS-Vergleich wurde mit der größtmöglichen Sorgfalt erarbeitet und zusammengestellt. Dennoch können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Die Verfasser weisen ausdrücklich darauf hin, dass weder eine Garantie noch die juristische Verantwortung oder Haftung für Folgen aufgrund fehlerhafter Angaben übernommen werden. Die Verfasser sind gegenüber Fehlermitteilungen und Verbesserungsvorschlägen aufgeschlossen.

Christoph Plessner, Digital Architect und GeschäftsführungBjörn Rafreider, Digital Architekt und GeschäftsführungWalter Sindlinger, Digital Architekt und Geschäftsführung

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