Joomla! Open Source CMS

Joomla! CMS

Das Content Management System für alle Fälle

Joomla! ist ein performantes System mit einem schlanken Funktionsumfang und modularer Architektur. Durch die aktive Community  kann das Content Management System einfach erweitert und an die Anforderungen dynamisch angepasst werden. Somit ist Joomla!  für kleine und mittlere Webseiten eine professionelle Lösung, die mit den Ansprüchen der Kunden skaliert werden kann.

Joomla! CMS Vorteile und Nachteile

Wissenswertes über das CMS Joomla!

Joomla! Ist die Weiterentwicklung von Mambo, eines Content Management System Projekts um das Jahr 2005. Durch die vollständig objektorientierte Auslegung des Systems sowie dem stetig weiterentwickelten Joomla!-Framework können von der Community selbst Erweiterungen geschrieben und eingesetzt werden. Diese lassen sich ab der Version 3.5 wahlweise auch bequem aus dem Joomla!-eigenen Repository (https://extensions.joomla.org) über das Backend installieren, sofern der jeweilige Entwickler diese Funktion anbietet.

Darüber hinaus können Developer ihre Erweiterungen mit einer Update-Funktion versehen, welche dem User automatische Updates erlaubt, um stets auf dem aktuellen Stand zu sein. Über das oben erwähnte Repository können inzwischen über 8.000 Erweiterungen geladen werden. Es existieren viele kostenlose Apps – aber auch kostenpflichtige Erweiterungen sowie verschiedene Club-Angebote sind in großer Anzahl verfügbar.

Basierend auf den Standards PHP und MySQL geht die Installation entweder als gehostete App (z.B. Bei Strato, 1&1, etc.) oder manuell binnen weniger Minuten von Hand. Benötigt werden lediglich die Daten der zu nutzenden Datenbank.

Sollte es dennoch Probleme dabei geben, steht eine hilfsbereite Community (https://community.joomla.org) zur Verfügung. Durch die Vielzahl (auch außerhalb des hauseigenen Repositories) vorhandener Extensions, bietet das Open Source CMS Joomla! mittlerweile in der Version 3.5.1 (Stand Juli 2016) einer breiten Nutzergruppe ein intuitives System an, das sich durchaus auch für die Umsetzung komplexer Anwendungen hervorragend eignet. Auch für die Betreiber von Onlineshops ist mit kleinen Warenkorb-Plugins (erhältlich z.B. Von Paypal), bis hin zu mehrere tausend Artikel umfassende Multi-Shops (z.B. VirtueMart) gesorgt. Wer fürchtet, seine Seite sei nicht sicher, sollte einen Blick auf die Seite von Akeeba werfen – das Backend verwaltet sich leichter durch die Nutzung der viel genutzten Regular Labs Extensions, deren Schöpfer inzwischen 9 seiner Werkzeuge in den Top 100 des Joomla!-Repositories unterbringen konnte.

Für eine konkurrenzfähige Rechteverwaltung (ACL Management) muss man heutzutage nicht mehr auf externe Plugins zurückgreifen. Wer es auch hier einfach und nutzerfreundlich mag, der sollte in jedem Fall einen Blick auf den ACL Manager werfen.

Für die Anwendung von Online Shops bietet Joomla! zudem eine Schnittstelle zum Open Source CRM 1CRM, welches auf das bekannte SugarCRM aufbaut und dieses um ein individualisierbares Kundenfrontend erweitert.

Joomla! Pro & Contra

CMS Vorteile
Große Community
CMS Vorteile
Einfache Template Erstellung
CMS Nachteile
Rechteverwaltung noch nicht ausgereift
CMS Nachteile
Gute Erweiterungen sind oft kostenpflichtig

Joomla! CMS Content Management

Inhalte und Medien einfach verwalten

Joomla CMS Editor Content-Management

Als vollständiges Content Management System bietet Joomla! eine umfangreiche Inhaltsorganisation. Die anfänglich kompliziert anmutende Strukturierung stellt bei genauerem Betrachten eine hohe Handlungsfreiheit zur Verfügung. Dazu sollte zuerst eine Kategorie-Hierarchie geschaffen werden, sofern man Inhaltsseiten hinzufügen möchte. Kategorien sind einzeln oder verschachtelt zu organisieren. Welche Variante man für sich oder seinen Kunden auswählt, hängt davon ab, wie umfangreich das zu erstellende Projekt geplant ist. Auch das Thema Mehrsprachigkeit sollte man bereits in die Planung der Kategorien einbeziehen, da jede Kategorie in jeder später gewünschten Sprache angelegt werden sollte. Im Anschluss wird ein neuer Beitrag verfasst und der entsprechenden Kategorie zugewiesen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Einträge als „Featured“ – also Haupteintrag zu markieren. Diese Option beeinflusst die spätere Darstellung auf der Internetseite.

Ist der Eintrag verfasst, einer Kategorie zugewiesen und gespeichert worden, wird ein Menüeintrag erstellt, dem man verschiedene Funktionsweisen zuweisen kann. Entweder wählt man einen Beitragsmenüpunkt aus, einen ex- oder internen Link oder eine Vielzahl an anderen Varianten. Die Möglichkeiten und Features bei der Menügestaltung wachsen mit der Anzahl der Komponenten. Diese können, sofern eine Funktion für das Frontend gegeben ist, einem eigenen Menüeintragstyp zugewiesen werden.

Wählt man nun – ganz einfach gehalten – den Typ „Beitrag“ aus, so muss nun noch der Menüpunkt mit dem jeweiligen Beitrag verknüpft werden. Die Auswahl erfolgt innerhalb eines modalen Fensters (eine Art Pop-up-Fenster) – Menüpunkt und Beitrag sind also in jeder Hinsicht unabhängig voneinander. Die Navigation wird ausschließlich über das Menü organisiert. Die Reihenfolge der Menüpunkte innerhalb der Navigationsleiste wird entweder während der Erstellung des Menüeintrags oder danach nutzerfreundlich per Drag and Drop festgelegt.

Sub-Menüpunkte werden erstellt, indem man während deren Erstellung unterhalb des Labels „Übergeordneter Eintrag“ den Hauptpunkt wählt, dem das Submenü zugeordnet werden soll. Alle Punkte, dem übergeordneten Beitrag „Oberste Menüebene“ unterstehen, erscheinen somit als Haupt-Menüpunkt sichtbar innerhalb der Navigationsleiste. Für die Verwaltung der Internetseite und deren Inhalte stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • WYSIWYG-Editor
  • Integrierte Dateiverwaltung
  • Suchmaschinenoptimierung
WYSIWYG-Editor

Bei Joomla! sind dem Nutzer bezüglich des Inhalts-Editors fast keine Grenzen gesetzt. Neben Standardeditoren, die der Installation beigefügt sind (TinyMCE, CodeMirror sowie „kein Editor“) kann der Benutzer ebenso weitere Editoren hinzufügen, oder auch ganz auf die grafische Inhaltserstellung verzichten, um so reinen HTML-Code zu verfassen. Sind Sie ein Freund der manuellen Code-Eingabe, so ist der Editor „RokPad“ uneingeschränkt zu empfehlen.

Integrierte Dateiverwaltung

Von Natur aus kann Joomla! mit in Beiträgen eingebetteten Bilder als Medientypen umgehen, sowie auf alle erlaubten Dateitypen als Link im Fließtext zugreifen, wenn der Dateipfad als Link eingetragen wird.

Videos von anderen Portalen wie YouTube können mittels angebotenen iFrame mit einem Klick auf den Button <> (Quelltext) in den HTML-Code eingefügt werden. Darüber hinaus werden im Repository unzählige kostenfreie Erweiterungen angeboten, mit Hilfe derer nicht nur die Einbettung, sondern zum Teil auch die Manipulation der Darstellung mittels einiger Klicks mühelos erledigt wird.

Welche Medientypen hochgeladen und verlinkt werden dürfen, kann in den Systemeinstellungen eingestellt werden. Hier kann auch die maximale Dateigröße eingestellt werden, was jedoch nur Sinn ergibt, wenn man die Daten über Joomla! und nicht direkt via FTP, SFTP, etc. hochlädt.

Suchmaschinenoptimierung

Eine perfekt OnSite Suchmaschinenoptimierung ist essentiell, um die eigene Internetseite bzw. die dort angebotenen Produkte bekannt zu machen und dadurch neue Kunden zu gewinnen.

Das Open Source CMS Joomla! bietet bereits von Haus aus eine große Anzahl an Optionen. So kann man Beiträgen individuelle Meta-Informationen, wie Beschreibung, Schlüsselwörter oder Robot-Schlüsselwörter hinzufügen. Auch die Nutzung spezifischer Tags ist inzwischen problemlos möglich – diese können für jeden Beitrag individuell vergeben werden. Optimierungen, die seitenweit gültig sind, lassen sich in der globalen Konfiguration vornehmen.

Des Weiteren stehen auch hier viele gute Plugins und Komponenten zur Verfügung, die es teilweise unmöglich machen, KEIN gutes Ranking zu erhalten. Die Macher der Erweiterung sh404SEF zum Beispiel, betiteln ihre Tools als „Joomla! Erweiterungen für SEO und Inhalt“ – und genau das sind sie in perfekter Art und Weise. Machen Sie sich auf der Anbieterseite ein Bild von den zahllosen Möglichkeiten: https://weeblr.com. sh404SEF wandelt Seiten-URLs in sprechende Adressen um, da die Joomla-Standardadressen weder für Suchmaschinen noch für Seitenbesucher aussagekräftig sind. Das funktioniert zwar auch über die Einstellung „Suchmaschinenfreundliche URL“ als Teil der globalen Konfiguration schon ganz gut, die Erweiterung bietet jedoch ein sehr breites Spektrum an Einstellungsmöglichkeiten und ist ihr Geld (ca. € 45,00) durchaus wert. Nach der Installation des Tools findet man unter einer Plugin-Hauptseite allerlei Nützliches, wie die Konfiguration, SEF-URLs bearbeiten oder eine Dokumentation. In der Konfiguration werden unter „Allgemein“ die SEF-URLs zuerst aktiviert, danach kann man Zeichen ausblenden oder eine Dateiendung vergeben.

Die weiteren SEO-Optionen werden über die Reiter Plugins, Sprachen, Komponenten, Meta/SEO, Sicherheit und 404 Seite eingestellt. Sollte man bei einzelnen Links weiteren Verbesserungsbedarf sehen, kann man in der „SEF URL Verwaltung“ Aliase anlegen oder einzelne Links komplett ändern, sowie Metatags vergeben.

Joomla! CMS Benutzerverwaltung und Workflow

Benutzer, Rechte und Rollen
einfach managen

Joomla CMS Benutzergruppen

Die Benutzerverwaltung (ACL = Access Control List) bietet bereits „ab Werk“ alle notwendigen Eigenschaften, um sowohl eine einfache Website, einen Blog aber auch eine umfangreiche, redaktionelle Seite oder gar einen Onlineshop durch mehrere Nutzer zu betreuen bzw. zu verwalten.

Prinzipiell ist jeder, der in irgendeiner Art und Weise mit der zu erstellenden Seite interagiert, ein Benutzer; sei es der Super User, der Administrator, der Editor oder der registrierte Benutzer – selbst der Besucher, der zufällig auf Ihrer Seite landet (der sogenannte Gast), ist ein Benutzer. Im folgenden haben wir die zentralen Punkte beleuchtet:

  • Benutzerverwaltung
  • Workflow
  • Versionierung
Benutzerverwaltung

Um einem oder auch mehreren Benutzern nun bestimmte Berechtigungen zuweisen zu können, muss jeder Nutzer gemäß seiner Aufgabe einer Rolle beziehungsweise Benutzergruppe zugewiesen werden. Denn Berechtigungen können bei Jommla! nur Rollen zugeordnet werden und nicht Benutzern. klassische Standardrollen sind beispielsweise der Login im Frontend oder Backend, der Zugriff oder das bearbeiten und erstellen von Inhalten. Diese Berechtigungen können unter Konfiguration > Berechtigungen, bzw. System > Konfiguration > Berechtigungen vergeben und bearbeitet werden.

Wird eine Berechtigung global gesetzt, gilt sie für die gesamte Präsenz. Die Gruppe „Author“ erhält beispielsweise die Berechtigung, neue Inhalte zu erstellen. Dies gilt nicht nur für Beiträge innerhalb aller Kategorien, sondern auch für andere Inhalte, wie zum Beispiel Banner oder Weblinks. Der Vergabe von Berechtigungen sollte in jedem Fall sorgfältigste Planung vorausgehen.

Möchte man beispielsweise erreichen, dass ein Author nur Artikel innerhalb einer vorab definierten Kategorie schreiben darf, so dürfen die Berechtigungen nicht global gesetzt werden sondern müssen „punktuell“ erteilt werden.

Gruppen wurden erschaffen, um eine Vielzahl von Benutzern mit identischen Berechtigungen als kompakte Einheit zusammenzufassen:

  • Gruppe „Publisher“: Sie hat das Recht, sich im Frontend einzuloggen, Inhalte zu erstellen, zu bearbeiten und Statusänderungen vorzunehmen. Jedes Mitglied dieser Gruppe hat dieselben Berechtigungen. Eine Standard- Joomla!-Installation enthält die hier gelisteten, vorkonfigurierten Gruppen (Die Listen-Hierarchie zeigt die Vererbung der Untergruppen)
  • Gruppe Public: Diese Gruppe hat einzig die Berechtigung, Inhalte im Frontend anzusehen. Sie bildet aber die Wurzel aller Gruppen, und kann daher – als einzige – nicht gelöscht werden.
    • Gruppe Guest: Untergruppe von Public und erbt sämtliche Rechte von dieser.
    • Gruppe Manager: Untergruppe von Public und darf sich ins Front- und Backend anmelden. Das Erstellen, Löschen, Bearbeiten eigener Inhalte und deren Status ist ebenfalls erlaubt.
      • Gruppe Administrator: Untergruppe von Manager und erbt deren Rechte. Zusätzlich erlaubt wird aber der Administratorenzugriff.
    • Gruppe Registered: Untergruppe von Public. Einziges weiteres recht: Anmelden im Frontend der Seite.
      • Gruppe Author: Untergruppe von Registered. Erbt die Berechtigung der übergeordneten Gruppe und darf zusätzlich Inhalte erstellen und eigene Inhalte bearbeiten.
        • Gruppe Editor: Untergruppe von Author. Erbt Berechtigungen von Author, darf zusätzlich auch die Inhalte anderer Autoren bearbeiten.
    • Gruppe Super Users: Eigentlich Untergruppe von Public, darf aber implizit alles

Gruppen, mit Ausnahme von „Public“ können zusätzlich erstellt oder gelöscht werden. Ohne gründliche Planung und Verständnis sollte man aber auch hier Vorsicht walten lassen.

Workflow

Leider verfügt das Open Source CMS Joomla! von sich aus nicht über einen Workflow. Allerdings lässt sich diese Funktionalität über kostenlose oder kostenpflichtige Plugins Dritter implementieren. So bietet beispielsweise die Komponente „Workflow“ einen Ablauf wie folgt:

  • Der Autor schreibt einen Text und gibt ihn zur weiteren Bearbeitung frei
  • Der Editor prüft den Text und gibt ihn durch eine interne Veröffentlichung frei
  • Der Publisher verschiebt die freigegebenen Texte in den öffentlichen Bereich oder archiviert veraltete
Versionierung

Neu in Joomla! ist die Möglichkeit der Inhaltsversionierung. Diese wird über Beiträge > Optionen > Reiter Bearbeitungslayout unter dem Punkt „Versionen speichern“ aktiviert. Im Eingabefeld darunter lässt sich die gewünschte Anzahl (Default: 10) eintragen.

Unter dem Menüpunkt Beiträge bearbeiten ist ein neuer Button mit der Aufschrift „Versionen“ hinzugekommen. Wenn man nun die ältere Variante eines Beitrags laden möchte, klickt man darauf – es öffnet sich ein modales Fenster mit einer Versionsliste des aktuellen Beitrags, den man hier einfach per Mausklick auswählt und lädt.

Alles in allem ein nützliches Feature, dass es erträglicher werden lässt, wenn man das Speichern einmal vergessen oder schlimmer noch, korrekte Inhalte mit falschen Daten überschrieben hat.

Joomla! CMS Bedienungsfreundlichkeit und Usability

Intuitiv Bedienung der webbasierten
Content Management Lösung

 

Usability – darüber freut sich nicht nur der Besucher einer Website. Der ausschlaggebende Grund zur Nutzung eines Content-Management-Systems ist die Tatsache, dass dem Entwickler einer Internetseite viele – zum Teil komplexe und zeitintensive Prozesse abgenommen werden. Man erhält nach einer – im Regelfall nur wenige Minuten dauernden – Installation ein funktionierendes Framework und muss sich nicht mit der Integration von Java-Bibliotheken, jQuery nebst all seinen Plugins oder sonstigen, für die Inbetriebnahme einer Internetseite unverzichtbaren Erweiterungen befassen.

Wenn man Usability ausschließlich durch die Anzahl der notwendigen Arbeitsschritte bis zum ersten veröffentlichten Artikel definiert, schneidet Joomla! gegenüber der direkten Konkurrenz WordPress eher mittelmäßig ab.

Stellt man Joomla! jedoch als semi-professionelle Anwendung einem System wie Typo3 gegenüber, wird man feststellen, dass Joomla! eine intuitive und leicht zu erlernende Oberfläche besitzt.

Joomla! CMS Softwareinstallation und Wartung

Wie aufwendig ist die Installation und Wartung der Software

Für die Installation der aktuellen Version von Joomla! sind folgende Komponenten auf dem Server Voraussetzung, damit das CMS einwandfrei funktioniert:

Technische Vorraussetzungen

Betriebssysteme:

  • Unix (bspw. Linux),
  • Mac
  • Windows

Webserver:

  • Apache 2.0, empfohlen 2.4 + (mit mod_mysql, mod_xml, und mod_zlib)
    Nginx 1.0, empfohlen 1.8 +
    Microsoft IIS 7

Middleware:

  • PHP Version 5.3.10, empfohlen 5.6 oder 7.0 +
  • MySQL 5.1, empfohlen 5.5.3 +
    SQL Server 10.50.1600.1, empfohlen 10.50.1600.1 +
    PostgreSQL 8.3.18, empfohlen 9.1 +

Hardware:

  • Normaler Webserver mit mindestens 256 MB RAM-Speicher und einer modernen CPU
  • Alternativ unterstützt auch nahezu jeder Hosting Anbieter Joomla!

Die minimalen Anforderungen von Joomla! an den Webserver sind identisch mit denen anderer Content-Management-Systeme.

Installation

Vor dem Benutzen eines jeden Content-Management-Systems steht die Installation. Diese erfolgt im Idealfall nach Upload der Kern-Daten und Erstellung einer Datenbank per Web-Oberfläche, wenigen Klicks und Eingabe der Verbindungsdaten. Die Wartung im laufenden Betrieb ist ebenfalls eine Komponente, deren potentielle Einfachheit beispielsweise bei System-Aktualisierungen vieles erleichtert. Schließlich sollen die Seitenbenutzer von Wartungsarbeiten so wenig wie möglich mitbekommen. Folgende Punkte sind für einen reibungslosen Einsatz elementar:

  • Die Anforderungen überprüfen
  • Installation durchführen
  • Wartung und Sicherheitsupdates nicht unterschätzen

Ein benutzerfreundliches System besticht hier durch Einfachheit und Minimierung der Fehleranfälligkeit, sodass der Nutzer nach kurzer Installation mit dem Veröffentlichen seiner Inhalte beginnen kann. Die Installation von Joomla! erfolgt binnen Minuten und ist einfach und durchdacht. Nach dem Upload der Daten per FTP-Programm muss lediglich die Homepage aufgerufen werden und schon befindet man sich am Startpunkt der Installationsroutine.

Nach dem „Pre-Installation-Check“ und Bestätigung der Lizenzvereinbarung erfolgt die Installation in wenigen, einfachen Schritten.

Wartung

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass Joomla ein äußerst wartungsarmes und stabiles Content-Management-System ist. Die Voraussetzung ist jedoch die Einhaltung der weiter vorne aufgeführten Anforderungen, welche deckungsgleich mit denen der meisten Konkurrenz-Systemen sind. Die Zeiten, wo es notwendig war, einen eigenen Server zu betreiben um eine stabile, auf einem Content Management System basierende Seite zu veröffentlichen, gehören bereits seit einigen Jahren der Vergangenheit an. Jeder größere und inzwischen auch kleinere Hosting-Anbieter bietet seinen Kunden eine reiche Auswahl an – im Regelfall als Web-App – bezeichneten und unkompliziert zu installierenden Systemen an.

Sollte doch einmal Grund zur Wartung des Systems bestehen, lässt sich das komplette Frontend, also die dem Besucher zugängliche Internetseite, über die globale Konfiguration im Backend in den Offline-Modus versetzen.

Der Besucher erhält beim Aufruf der Internetseite eine entsprechende Mitteilung. Diese lässt sich sogar in den meisten Fällen über das installierte Template ansprechend und im Stil der restlichen Präsenz stylen.

Updates

Um die Sicherheit des Systems zu gewährleisten, ist es wichtig, alle zur Verfügung stehenden Updates auch zu installieren. Heutzutage erhält man als Administrator eine System-E-Mail der mit Joomla erstellten Web-Präsenz mit dem Hinweis auf die Verfügbarkeit eines Updates an die während der Installation eingetragene E-Mail-Adresse.

Dafür muss lediglich das System-Plugin „Aktualisierungsmitteilung“ aktiviert, sowie in den Plugin-Einstellungen die gewünschte E-Mail-Adresse eingetragen werden.

Darüber hinaus erhält man im Falle einer bereitstehenden Aktualisierung auch nach dem Login ins Administrations-Backend entsprechende Hinweise.

Für viele weitere Komponenten hat Nicholas Dionysopoulos, der Mann hinter den bedingungslos empfehlenswerten Administrations- und Sicherheits-Tools Akeeba (https://www.akeebabackup.com), das Plugin „One Click Action“ entwickelt. Dieses wird von einer Vielzahl Entwickler geschätzt und genutzt und ermöglicht das unkomplizierte Update installierter 3rd-Party-Extensions.

Nach dem Login ins Administrations-Backend, findet man unter dem Menüpunkt Erweiterungen -> Verwalten den Link „Aktualisierungsquellen“. Alle hier aufgeführten Items können aktiviert oder deaktiviert werden. Im aktiven Zustand wird man nach dem Login ebenfalls informiert, wenn ein Update verfügbar ist. Die Aktualisierung erfolgt unmittelbar nach dem obligatorischen „Häkchen setzen“ und einem Klick auf „Aktualisieren“.

Joomla! CMS Erweiterbarkeit

Plugins, Templates & Co. herunterladen und installieren

Joomla! bietet viele Möglichkeiten zur Erweiterung. Das gilt für Plugins gleichermaßen wie für Templates.

Plugins

Joomla! bietet viele Möglichkeiten zur Erweiterung. So ist es möglich, das System durch nützliche Plugins zu erweitern. Der großen Community ist es zu verdanken, dass bereits eine große Anzahl an Plugins existiert. Über das Joomla-Framework kann jedoch auch jeder selbst benötigte Erweiterungen erstellen.

Eine weitere Möglichkeit der Erweiterung sind die Module. Diese können ins Template beliebig eingefügt werden und von Navigationen über Login-Felder oder Flexible Header Bilder alles enthalten. Bei einigen Modulen verschwimmt die Abgrenzung zum „Plugin“ und so gibt es auch eine große Anzahl an Modulen, die von der Joomla! Community entwickelt wurden. Auch hier kann jeder selbst relativ einfach Module erstellen.

Templates

Eine CMS basierte Website wird durch das richtige Template erst grafisch ansprechend. Außerdem hilft ein Template, Inhalte zu vermitteln. Wie bei anderen Systemen gibt es im Internet eine Vielzahl an verfügbaren Website Designs, es steht jedoch auch jedem Designer frei, eigene Templates zu erstellen. Nach einer Einarbeitungszeit hat der Entwickler, auch dank der Objektorientierung, die Möglichkeit der Erstellung neuer Themes.

Befinden sich in der Seite mehrere Themes, kann über die Templateverwaltung ein Standarddesign gewählt werden und ansonsten jede Seite an ein beliebiges Design gebunden werden.

ACL Manager

Für Administratoren und Nutzer, denen die Hausmittel nicht weitreichend genug sind, empfehle ich gleich zu Beginn dieses Abschnitts die kostenpflichtige Erweiterung (Komponente) ACL Manager for Joomla (6-Monats-Abo = € 15,00, 1-Jahres-Abo = € 25,00), die Sie hier erwerben können: https://www.aclmanager.net/

Ohne den Entwickler in den höchsten Tönen loben zu wollen, muss ich als Nutzer dieser Erweiterung, genau das tun – bei Interesse sollten Sie sich die umfangreiche Funktionsliste unter obenstehendem Link ansehen.

Einbinden eigener Skripte

Joomla! verfügt über eine große Community. Durch die vollständig objektorientierte Ausrichtung des CMS Systems und des eigenen Joomla!-Frameworks können somit relativ einfach eigene Skripte programmiert und eingebunden oder auf das umfangreiche Repertoire der Joomla! Community zurückgegriffen werden.

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